WealthCap Fonds: Risiken und Möglichkeiten der Anleger

05.12.2016

Die WealthCap Fonds umfassen ein Portfolio aus Sachwertefonds. Nicht jede Beteiligung an den verschiedenen Fonds hat sich in den vergangenen Jahren so entwickelt wie erhofft und die prognostizierten Ausschüttungen konnten nicht erreicht werden.

 

WealthCap ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der UniCredit Bank AG und bietet verschiedene Sachwertefonds. Zum Portfolio gehören u.a. Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds, Zweitmarktfonds, Flugzeugsfonds oder Private Equity-Beteiligungen. Beteiligungen an geschlossenen Fonds sind aber auch mit Risiken für die Anleger behaftet. Mit den Fondsanteilen erwerben sie in der Regel unternehmerische Beteiligungen. Das bietet ihnen nicht nur die Gelegenheit an den Gewinnen zu partizipieren, sondern sie können auch von den Verlusten betroffen sein. „Im schlimmsten Fall kann auch der Totalverlust der Einlage drohen“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

 

Beteiligungen an geschlossenen Fonds bergen grundsätzliche Risiken und je nach Anlageklasse auch spezielle Risiken. Beteiligungen an Lebensversicherungsfonds, die in US-amerikanische Lebensversicherungen investieren, sind beispielsweise sog. „Wetten auf den Tod“. Denn die Rentabilität der Fondsgesellschaften hängt auch stark von der errechneten Sterblichkeit ab. „Die Fondsgesellschaften kaufen den Versicherungsnehmern die Lebensversicherungspolicen ab und zahlen die Prämien für sie weiter. Im Todesfall kassiert die Fondsgesellschaft dann die Versicherungssumme. Mit anderen Worten heißt das: Je länger der Versicherungsnehmer lebt, desto schlechter ist das für die Fondsgesellschaft. Der spekulative und riskante Charakter einer solchen Beteiligung ist offenkundig“, erklärt Rechtsanwalt Seifert.

 

Auch die Beteiligungen an Immobilienfonds sind keineswegs immer die Investition in das sprichwörtliche „Betongold“. Mietpreisschwankungen, Leerstände oder erhöhter Sanierungsbedarf können die Kalkulationen der Fondsgesellschaft gehörig durcheinander wirbeln. So ließen sich für jede Anlageklasse spezielle Risiken finden, denen die Anleger ausgesetzt sind. Allgemein sind Beteiligungen an geschlossenen Fonds so gut wie immer spekulativ und damit für die Anleger auch riskant.

 

„Anleger haben aber auch einen Anspruch auf eine ordnungsgemäße Anlageberatung. Dazu zählt auch die umfassende Aufklärung über die bestehenden Risiken wie das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung oder die Möglichkeit des Totalverlusts der Einlage. Wurden die Anleger nicht oder nur unzureichend über die Risiken aufgeklärt, können Schadensersatzansprüche entstanden sein“, erklärt Rechtsanwalt Seifert.

 

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