UDI Festzins Nachrangdarlehen

UDI Festzins - Anlegern der Nachrangdarlehen drohen Verluste

22.12.2020

Nachrangdarlehen sind riskante Kapitalanlagen. Das bewahrheitet sich aktuell für Anleger, die in verschiedene UDI-Gesellschaften investiert und Nachrangdarlehen gewährt haben. Bei gleich drei Kapitalanlagen droht der Ausfall von Forderungen. Betroffen sind die Geldanlagen UDI Immo Sprint Festzins I, UDI Energie Festzins 13 und UDI Energie Festzins 14. Die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat entsprechende Mitteilungen der Emittenten am 18. Dezember 2020 veröffentlicht.

Die drei von Forderungsausfällen bedrohten UDI-Vermögensanlagen funktionieren nach demselben Prinzip. Die Anleger gewähren der entsprechenden UDI-Gesellschaft Nachrangdarlehen. Diese investieren wiederum in verschiedenen Projektgesellschaften und gewähren diesen ebenfalls Nachrangdarlehen. 

Geraten die Projektgesellschaften in wirtschaftliche Schwierigkeiten, trifft das am Ende auch die Anleger. Genau das ist jetzt der Fall. Wie die UDI-Gesellschaften mitteilen, können einige Projektgesellschaften aufgrund wirtschaftlicher Schieflage ihren Zahlungsverpflichtungen derzeit nicht nachkommen. Das heißt, dass sie aktuell keine Zins- und Rückzahlungen leisten werden. Dabei berufen sie sich auf die in den Nachrangdarlehensverträgen vereinbarte Nachrangigkeit dieser Forderungen.

Die Lage ist ernst: Wie UDI weiter mitteilt, besteht die Gefahr, dass die Forderungen auf Zins- und Rückzahlung gegenüber den Projektgesellschaften teilweise oder vollständig ausfallen. Das würde dazu führen, dass die UDI-Gesellschaften wiederrum ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Anlegern nicht mehr nachkommen können.

„Es ist zu befürchten, dass die UDI-Gesellschaften keine Zins- oder Rückzahlungen mehr leisten werden. Die Anleger bleiben auf ihren Forderungen sitzen und können im Insolvenzfall aufgrund der Nachrangigkeit ihrer Ansprüche komplett leer ausgehen, wenn sie sich jetzt nicht wehren“, sagt Rechtsanwältin Eva Birkmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht bei BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Zunächst ist zu klären, ob die Nachrangigkeit in den Darlehensverträgen überhaupt wirksam vereinbart wurde. Dies ist aufgrund intransparenter Klauseln in den AGB, die den Anleger unangemessen benachteiligen, oftmals nicht der Fall.

Zudem können auch Schadenersatzansprüche gegen die UDI-Gesellschaften und gegen die Anlageberater bzw. Anlagevermittler geprüft werden. „Anleger müssen über die bestehenden Risiken einer Kapitalanlage und insbesondere über das Totalverlustrisiko aufgeklärt werden. Haben die Anlageberater bzw. -vermittler ihre diesbezügliche Aufklärungspflicht verletzt, können sie schadenersatzpflichtig sein“, so Rechtsanwältin Birkmann.

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

Mehr Informationen: https://bruellmann.de/bank-und-kapitalmarktrecht

 

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel:  0711 / 520 888 - 18
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: e.birkmann@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
30.11.2021

Eine Anlegerin des Fonds Opalenburg Safeinvest 2 erhält Schadenersatz. Das hat das Landgericht Berlin mit Urteil vom 16. November 2021 entschieden (Az.: 11 O 96/21).
26.11.2021

Dass Gold eine sichere Geldanlage ist, hat sich für die Anleger der Bonus.Gold GmbH nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil: Sie müssen spätestens seit Herbst 2020 den Verlust ihres Geldes befürchten. Zunächst war die Firma nicht zu erreichen, dann verkauft und vor allem sind große Mengen des Goldes nicht auffindbar.
25.11.2021

Das OLG Stuttgart hat mit Urteil vom 2. November 2021 entschieden, dass der Widerruf eines Darlehens zur Autofinanzierung auch Jahre nach Vertragsschluss noch wirksam erfolgt ist (Az.: 6 U 32/19).
23.11.2021

P&R Container: Anleger können Schadenersatzansprüche noch bis Ende 2021 geltend machen. Danach droht die Verjährung ihrer Ansprüche.
18.11.2021

Geldanlagen erfüllen längst nicht immer, was sich der Anleger von der Investition versprochen hat. Verlorenes Geld muss jedoch nicht endgültig abgeschrieben werden. Häufig haben Anleger die Möglichkeit Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Dabei ist jedoch der 31. Dezember ein wichtiges Datum. Denn zum Jahresende droht regelmäßig die Verjährung von Schadenersatzansprüchen.
17.11.2021

Eine lukrative Möglichkeit aus der Lebensversicherung auszusteigen, ist der Widerruf bzw. der Widerspruch. Der Widerspruch ist auch dann noch möglich, wenn der Vertrag schon gekündigt wurde oder der Versicherer den Rückkaufswert schon ausgezahlt hat.