Insolvenz der Senivita Social Estate AG - Forderungen anmelden

20.04.2021

Das Amtsgericht Bayreuth hat das Insolvenzverfahren über die Senivita Social Estate AG wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung am 1. April 2021 regulär eröffnet (IN 19/21). Anleger und Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 7. Mai 2021 form- und fristgerecht anmelden.

Für die Anleger ist die Anmeldung der Forderungen zur Insolvenztabelle zwar ein erster wichtiger Schritt, ihre drohenden finanziellen Verluste wenigstens zum Teil aufzufangen, allzu große Hoffnungen auf eine Insolvenzquote sollten sie sich allerdings nicht machen. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat in einem Gutachten vom 23. März 2021 bereits Masseunzulänglichkeit zum Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung angezeigt.

„Anleger sollten sich daher nicht nur auf das Insolvenzverfahren verlassen. Sie können auch ihre Ansprüche auf Schadenersatz individuell prüfen lassen“, sagt Rechtsanwältin Eva Birkmann, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht bei BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Die Senivita Social Estate AG (SSE AG) emittierte 2015 eine Wandelanleihe. Diese stand im Mai 2020 ursprünglich zur Rückzahlung an. Die Anleger stimmen jedoch einer Verlängerung der Laufzeit bis 2025 zu. Die Gesellschaft konnte die Zeit jedoch nicht nutzen, um das Unternehmen wirtschaftlich wieder auf gesunde Beine zu stellen. Stattdessen folgte Ende 2020 der Insolvenzantrag.

Wie es mit den Pflegeeinrichtungen nach der Insolvenz weitergeht, ist offen. Für die Anleger steht derweil ihr investiertes Kapital auf dem Spiel. Für die Anleger war die Investition in die Anleihe mit Risiken behaftet. Anlageberater und -vermittler sind verpflichtet, die Anleger über die bestehenden Risiken und insbesondere über das Totalverlustrisiko aufzuklären. „Sind sie dieser Informationspflicht nicht nachgekommen, können die Anleger Anspruch auf Schadenersatz haben“, so Rechtsanwältin Birkmann. Schadenersatzansprüche können auch entstanden sein, wenn die Angaben in den Emissionsprospekten unvollständig oder fehlerhaft waren.

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

 

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel:  0711 / 520 888 - 18
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: e.birkmann@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
07.12.2021

Im Abgasskandal können sich Aktionäre und Anleger der Daimler AG an dem Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) beteiligen, um ihre Schadenersatzansprüche gegen Daimler zu verfolgen. Das OLG Stuttgart hat mit Beschluss vom 1. Dezember 2021 einen privaten Anleger als Musterkläger bestimmt (Az.: 20 Kap 1/21).
30.11.2021

Eine Anlegerin des Fonds Opalenburg Safeinvest 2 erhält Schadenersatz. Das hat das Landgericht Berlin mit Urteil vom 16. November 2021 entschieden (Az.: 11 O 96/21).
26.11.2021

Dass Gold eine sichere Geldanlage ist, hat sich für die Anleger der Bonus.Gold GmbH nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil: Sie müssen spätestens seit Herbst 2020 den Verlust ihres Geldes befürchten. Zunächst war die Firma nicht zu erreichen, dann verkauft und vor allem sind große Mengen des Goldes nicht auffindbar.
25.11.2021

Das OLG Stuttgart hat mit Urteil vom 2. November 2021 entschieden, dass der Widerruf eines Darlehens zur Autofinanzierung auch Jahre nach Vertragsschluss noch wirksam erfolgt ist (Az.: 6 U 32/19).
23.11.2021

P&R Container: Anleger können Schadenersatzansprüche noch bis Ende 2021 geltend machen. Danach droht die Verjährung ihrer Ansprüche.
18.11.2021

Geldanlagen erfüllen längst nicht immer, was sich der Anleger von der Investition versprochen hat. Verlorenes Geld muss jedoch nicht endgültig abgeschrieben werden. Häufig haben Anleger die Möglichkeit Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Dabei ist jedoch der 31. Dezember ein wichtiges Datum. Denn zum Jahresende droht regelmäßig die Verjährung von Schadenersatzansprüchen.