German Pellets GmbH: Kurssturz bei den Anleihen – Möglichkeiten der Anleger

27.01.2016

Bei der German Pellets GmbH knistert es gewaltig. Und mittendrin sind die Anleihe-Gläubiger. Der Kurs der Anleihen ist abgestürzt und nun sollen die Bedingungen für die Anleihe 2011/16 geändert werden. Die wäre am 31. März eigentlich zur Rückzahlung fällig.

 

Im Jahr 2011 hatte die German Pellets GmbH die erste von mehreren Anleihen mit einem Emissionsvolumen von 80 Millionen Euro begeben (ISIN: DE000A1H3J67). Die mit 7,25 Prozent jährlich verzinste Anleihe wäre am 31. März eigentlich zur Rückzahlung fällig. Jetzt schlägt das Unternehmen eine Verlängerung der Laufzeit um zwei Jahre bei einem Zinssatz von 5,25 Prozent p.a. vor. Im Gegenzug werde die Anleihe mit 50 Prozent der Gesellschafteranteile der German Pellets GmbH besichert. Über diese geänderten Konditionen sollen die Anleger bei einer Gläubigerversammlung am 10. Februar abstimmen.

 

„Auch wenn die German Pellets GmbH die Änderungen der Anleihebedingungen als Aufwertung der bisher unbesicherten Anleihe beschreibt, sollten die Anleger vorsichtig sein“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte. Skepsis sei aus mehreren Gründen angebracht. Denn obwohl nach Unternehmensangaben durch Tausch- und Rückkaufaktionen sowie der Emission von Genussscheinen das Volumen der Anleihe bereits von 80 auf 52 Millionen zurückgeführt wurde, steht zu befürchten, dass nicht ausreichend Liquidität zur Verfügung steht, um die Anleihe in wenigen Wochen zurückzuzahlen. Und 2018 kommen noch weitere finanzielle Belastungen auf die Gesellschaft zu. Dann ist die Rückzahlung der zweiten Anleihe mit einem Volumen von 72 Millionen Euro fällig und 2019 steht die Rückzahlung der dritten Anleihe mit einem Volumen von 100 Millionen Euro an.

 

„Auch wenn konkret nur die Anleger der Anleihe 2011/16 zur Abstimmung aufgerufen sind, kann es hier um viel mehr als ,nur‘ um die 52 Millionen Euro gehen. Kann die German Pellets GmbH die zukünftigen finanziellen Belastungen nicht schultern, stehen die Gelder aller Anleger möglicherweise im Feuer“, befürchtet Rechtsanwalt Seifert. Ein Verkauf der Anleihen bringt beim derzeitigen Kurs hohe Verluste. „Sinnvoller kann es sein, frühzeitig die rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen und z.B. Ansprüche auf Schadensersatz prüfen zu lassen“, so Rechtsanwalt Seifert.

 

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