wahl + partner GmbH

Anlageberater vom Oberlandesgericht zum Schadensersatz verurteilt

Stuttgart 20.05.2010

Für viele Anleger, die der Firma wahl + partner GmbH so genannten „Mezzanine-Darlehen“ zur Verfügung gestellt haben, gibt es jetzt neue Hoffnung. Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte über einen Fall zu entscheiden, in dem der Anleger von seinem damaligen Berater Schadensersatz wegen der Empfehlung zum Erwerb einer Anlage in wahl + partner forderte.  

Vom Landgericht Heilbronn wurde die Klage noch mit dem Argument zurück gewiesen, dass der Anleger unterschrieben habe, dass die Anlage mit Risiken einhergehe und diese in Kauf genommen habe. Dieses Urteil hat das Oberlandesgericht Stuttgart nunmehr revidiert. Es führt hierzu aus, dass der Hinweis auf ein Risiko allein niemals ausreichend ist. Vielmehr muss dem Anleger eine Möglichkeit gegeben werden, das jeweilige Risiko einschätzen zu können.

Bei einem Darlehen, so das Oberlandesgericht Stuttgart in seiner Entscheidung vom 22.04.2010 (Az.: 19 U 8/10), kommt es letztendlich darauf an, wie wahrscheinlich die Rückzahlung ist. Dafür bedarf es der Überprüfung der Bonität desjenigen, dem das Darlehen gewährt werden soll, hier also der Firma wahl + partner GmbH.  

Die Firma wahl + partner GmbH hatte in den letzten Jahren mehrere Millionen Euro bei Anlegern in Form von so genannten Mezzaninen Darlehen eingesammelt.

In den Emissionsprospekten wird die Firma wahl + partner GmbH als ein wirtschaftlich robustes und aufstrebendes Unternehmen dargestellt.

In Wahrheit schrieb die Firma wahl + partner GmbH jedoch von Jahr zu Jahr immer größere, nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbeträge. Im Jahr 2007 betrug dieser ca. € 6,5 Mio.  

Trotz der wirtschaftlich desolaten Lage haben zahlreiche Berater das Produkt der Firma wahl + partner GmbH ihren Kunden als eine ideale und sichere Anlage mit einer sehr guten Verzinsung angepriesen und Ihren Kunden empfohlen.

Das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilte den Berater zum Schadensersatz, weil dieser unstreitig die Bonität der Firma wahl + partner GmbH nicht geprüft, bzw. den Anleger im Vorfeld der Beteiligung nicht darauf hingewiesen hatte, dass er die Bonität nicht geprüft habe. Das Oberlandesgericht Stuttgart führt hierzu wie folgt aus:

„Der Anlageberater ist jedoch verpflichtet, eine Anlage, die er empfehlen will, mit üblichen, kritischen Sachverstand zu prüfen oder den Anleger auf ein diesbezügliches Unterlassen hinzuweisen.“  

Rechtsanwalt Marcel Seifert von der Stuttgarter Anwaltskanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte, die das Urteil für den Anleger erstritten hat: „Das Urteil ist auch für allen anderen Anleger ein Lichtblick. Da nicht zu erwarten ist, dass aus der Insolvenz mit der Rückerstattung hoher Beträge zu rechnen ist, ist dies die letzte und einzige Chance, den eingetretenen Schaden zu kompensieren.“

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Marcel Seifert


wahl + partner GmbH

Insolvenzverfahren eröffnet
Was Anleger jetzt wissen müssen

Mit Beschluss des Amtsgerichts Stuttgart – Insolvenzgericht – vom 24.08.2009 wurde nunmehr über das Vermögen der Firma wahl + partner GmbH, Waiblingen, das (endgültige) Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Kirschnek bestellt. Sämtliche Gläubiger der Firma wahl + partner GmbH sind nunmehr gehalten, ihre Forderung zur Insolvenztabelle anzumelden.  

Für die ordnungsgemäße Anmeldung der Forderung wurde den Gläubigern eine kurze Frist bis zum 18.09.2009 gesetzt. Mit welcher Insolvenzquote zu rechnen ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Dies wird frühestens nach der ersten Gläubigerversammlung, welche am 15.10.2009 stattfindet, möglich sein. Dort wird der Insolvenzverwalter über die Situation bei wahl + partner berichten.  

Die auf das Anlegerrecht spezialisierte Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte, die eine Vielzahl von wahl + partner Geschädigten betreut, weist darauf hin, dass bei der Forderungsanmeldung darauf geachtet werden muss, was für ein Anspruch angemeldet wird.

Insbesondere die Anleger, die sich an der Firma wahl + partner in Form eines Mezzaninen Darlehens beteiligt haben, müssen bedenken, dass die Anmeldung einer Darlehensforderung, für welche ein Rangrücktritt vereinbart wurde, nur nachrangig berücksichtigt wird.  

„Demgegenüber“, so Rechtsanwalt Marcel Seifert von BRÜLLMANN Rechtsanwälte, „gibt es sehr gute Ansatzpunkte dafür, dass auch ein erstrangiger Anspruch angemeldet werden kann. Dies gilt auch für die Mezzanine Anleger, da diese in aller Regel durch falsches und irreführendes Prospektmaterial getäuscht wurden und ihnen daher Schadensersatzansprüche zustehen, welche im ersten Rang zu berücksichtigten wären.“

„Allerdings müssen für einen erstrangigen Anspruch die Tatsachen genau vorgetragen werden, aus denen sich ergibt, warum eine vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung zugrunde liegt. Grundsätzlich wird zwar für die Anmeldung einer Forderung zur Insolvenztabelle kein Anwalt gebraucht.

Da aber durchaus Fehler bei der Anmeldung passieren können, ist es ratsam, einen Anwalt die Forderungsanmeldung und die dazugehörige Begründung zu überlassen“, so Rechtsanwalt Seifert weiter. Die Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte konnte für viele „Wahl-Geschädigte“ schon entsprechende Schadensersatzurteile vor dem Landgericht Stuttgart und dem Landgericht Karlsruhe erstreiten.

Diese Urteile betreffen nicht nur Schadensersatzansprüche gegenüber wahl + partner, sondern auch gegenüber Vermittlern, die sich unter Umständen auch schadensersatzpflichtig gemacht haben. Anleger, die bislang noch untätig geblieben sind, sollten sich spätestens jetzt über ihre Möglichkeiten informieren.

Zudem ist es sinnvoll, dass sich die Anleger für die anstehende Gläubigerversammlung am 15.10.2009 bündeln, sodass sie geschlossen auftreten und so ihre Stimmen viel gezielter im Insolvenzverfahren einsetzen können.  

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Marcel Seifert und Rechtsanwalt Hansjörg Looser


wahl + partner GmbH

Vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet
Hunderte von Anlegern um rund € 8 Mio. geprellt

Stuttgart 29.06.2009

Über das Vermögen der Firma wahl + partner GmbH aus Waiblingen wurde am 24.06.2009 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 6 IN 236/09). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Oliver Kirschnek bestellt. Mehrere Hundert Anleger, die bei der wahl + partner GmbH zum Teil große Geldbeträge in Form von so genannten Mezzaninen Beteiligungen angelegt haben, drohen nun herbe Verluste.

Nur noch eine Quote von ca. 5 % wurde den Anlegern zuletzt realistischerweise in Aussicht gestellt. Das Anlagemodell, mit welchem die Firma wahl + partner GmbH um das Geld der Anleger geworben hatte, beschreibt diese selbst wie folgt: „Das Konzept der W + P Mezzanine Beteiligung bringt den interessierten Kapitalanleger mit einem erfahrenen Initiator zusammen.

Mit dem Beteiligungskapital wird eine Lücke zwischen Baubeginn und Eingang der Kaufpreise geschlossen. Der Anleger beteiligt sich somit an der Zwischenfinanzierung, deren Ablösung durch die Kaufpreise erfolgt. Schnelle Entscheidungen, unternehmerische Unabhängigkeit und hohe Gewinnerwartungen sind die gegenseitigen Vorteile.“  

Den Anlegern wurden Zinsen in Höhe von 8 % p.a. und mehr versprochen. Viele Anleger fühlen sich jetzt auch vom Geschäftsführer der Firma, Herrn Hartmut Wahl, betrogen und belogen. 

Dieser hatte noch bis von kurzem gegenüber Anlegern behauptet, dass sich die Rückzahlung nur „verschiebe“ aber „keiner Geld verlieren werde“.  

Rechtsanwalt Marcel Seifert von der auf das Anlegerrecht spezialisierten Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte: „Für zahlreiche Anleger haben wir bereits erfolgreich Klagen gegen den Geschäftsführer Hartmut Wahl geführt. Das Landgericht ist dabei unserer Auffassung gefolgt, dass die Anleger durch die Angaben in den Prospekten getäuscht wurden und hierfür auch der Geschäftsführer persönlich einzustehen hat. Die Berufungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen.“  

Von der Insolvenz der Fa. wahl + partner betroffene Anleger sollten sich in jedem Fall Rechtsrat von einem auf diesem Gebiet erfahrenen Anwalt einholen. Insbesondere im Insolvenzverfahren sollten sich die Anleger auch bündeln, um so gegenüber anderen Gläubigergruppen nicht Gefahr laufen, benachteiligt zu werden.  

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Marcel Seifert und Rechtsanwalt Hansjörg Looser


Anlageskandal um die Waiblinger Bauträgerfirma wahl + partner GmbH

Schwäbischer Unternehmer zahlt Anleger nicht aus!

Stuttgart 23.02.2009

Anleger, die der Firma wahl + partner GmbH aus Waiblingen ihr Geld in Form von sogenannten Mezzaninen Beteiligungen (partiarische Darlehen) anvertraut haben, bangen derzeit um die seit längerem ausstehende Rückzahlung. Das Anlagemodell, mit welchem die Firma wahl + partner GmbH um das Geld der Anleger geworben hatte, beschreibt diese selbst wie folgt:

„Das Konzept der W + P Mezzanine Beteiligung bringt den interessierten Kapitalanleger mit einem erfahrenen Initiator zusammen. Mit dem Beteiligungskapital wird eine Lücke zwischen Baubeginn und Eingang der Kaufpreise geschlossen. Der Anleger beteiligt sich somit an der Zwischenfinanzierung, deren Ablösung durch die Kaufpreise erfolgt. Schnelle Entscheidungen, unternehmerische Unabhängigkeit und hohe Gewinnerwartungen sind die gegenseitigen Vorteile.“

Von den angeblichen gegenseitigen Vorteilen bleibt jedenfalls für die Anleger – wie sich jetzt herausstellt -  wenig übrig. Im Gegenteil: Vielmehr sieht es so aus, als habe die Fa. wahl + partner GmbH die Anleger bis zuletzt über die tatsächliche wirtschaftliche Lage getäuscht.

Noch im Sommer 2008 behauptete der Geschäftsführer Hartmut Wahl, dass sich die Rückzahlung nur „verschiebe“ aber „keiner Geld verlieren werde“. Jetzt erhalten die Anleger schon wieder Post, diesmal von der Fa. Impuls Consult GmbH, die vom Geschäftsführer Hartmut Wahl mit der „Sanierungsbegleitung“ beauftragt wurde.

In dem Schreiben an die Anleger heißt es, dass „die betriebswirtschaftliche Situation der wahl + partner GmbH als sehr angespannt anzusehen sei, jedoch zum momentanen Zeitpunkt und auf Basis der aktuell vorliegenden Unterlagen keine Überschuldung und auch keine Zahlungsunfähigkeit bestehe“.

Weiter wird den Anlegern gegenüber behauptet, dass sie derzeit keinen Anspruch auf Rückzahlung oder auf Zahlung von Zinsen geltend machen können, da sie rechtsverbindlich erklärt hätten, dass dieser Anspruch ausgeschlossen sei, „solange und soweit dies zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens führen würde.“

Rechtsanwalt Marcel Seifert, von der auf das Anlegerrecht spezialisierten Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte: „Dass bei wahl + partner angeblich keine Überschuldung vorliegen soll ist schon eine grenzwertige Auslegung der Fakten. Jedenfalls sprechen die uns vorliegenden Jahresabschlüsse der letzten Jahre eine andere Sprache. Der Grad der Verschuldung hat von Jahr zu Jahr stets zugenommen.

Bereits im Jahr 2004 lag der nicht durch Eigenkapital gedeckt Fehlbetrag bei € 2.653.858,00. Dieser Betrag hat sich bis Ende 2007 auf € 6.548.339,00 fast verdreifacht. Im Jahresabschluss 2007 stehen schließlich Verbindlichkeiten in Höhe von € 11.143.070,00 nur Forderungen in Höhe von € 1.395.298,00 gegenüber; das entspricht einer Quote von 12,5 %.

Das Schreiben der Firma Impuls Consult GmbH stellt offensichtlich den Versuch des Geschäftsführers der Firma wahl + partner GmbH, Herrn Hartmut Wahl, dar, weitere Anleger von Klagen auf die Rückzahlung der fälligen Darlehen abzuhalten.

In dem Schreiben heißt es, dass die Anleger wegen des „rechtswirksam erklärten Rangrücktritts“ derzeit nichts zu fordern hätten. Rechtsanwalt Marcel Seifert hierzu wie folgt: „Eine Klausel, die die Geltendmachung einer Forderung mit der Formulierung “solange und soweit dies zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens führt“ ausschließt, ist nach unserer Auffassung unwirksam.

Der Verwender einer solchen Klausel könnte schließlich immer behaupten, dass die Voraussetzungen für dieses Leistungsverweigerungsrecht – sprich eine bevorstehende Insolvenz – vorliegt. Der Anleger kann die Richtigkeit dieser Behauptung jedoch nicht nachprüfen; er hat weder einen tatsächlichen Einblick in die Geschäftsunterlagen des Unternehmens, noch kann er Einblick verlangen.

Mithin wird der Anleger durch eine solche Klausel unangemessen benachteiligt, was nach unserer Rechtsauffassung zur Folge hat, dass die Klausel unwirksam ist. Außerdem würde ein wirksam erklärter Rangrücktritt voraussetzen, dass der Anleger in dem Moment, in dem er der Fa. wahl + partner GmbH das Darlehen mit dem Rangrücktritt gewährt hat, auch richtig über die wirtschaftlichen Verhältnisse aufgeklärt wurde. Dies war in den von uns betreuten Fällen regelmäßig nicht der Fall gewesen. “  

Eine Insolvenz wäre für den selbsternannten „erfahrenen Initiator“ Hartmut Wahl nichts Neues. Mit einem nahezu identischen Konzept hat er im Jahr 2007 mit der Phalanx Immobilien AG Insolvenz anmelden müssen. Bei ca. 400 Anlegern hat der schwäbische Unternehmer über die Phalanx AG Kapital in Höhe von ca. 3,8 Millionen Euro eingesammelt. Den Anlegern wurden hohe Zinsen von bis zu 12 % versprochen, die Vermittler erhielten üppige Provisionen. Für die Anleger wird davon jedoch wenig übrig bleiben. Der Insolvenzverwalter der Phalanx AG rechnet mit einer Insolvenzquote von 30 %.   Rechtsanwalt Marcel Seifert: „Es wird abzuwarten sein, ob und falls ja welches Konzept die Fa. Firma Impuls Consult GmbH zur Unternehmenssanierung der wahl + partner GmbH „erarbeitet“. Wir haben jedenfalls den Eindruck, dass Herr Wahl persönlich kein Interesse mehr hat, an der Sanierung mitzuarbeiten. Vielmehr versucht er derzeit „frisches Geld“ über eine andere Firma mit einem neuen Konzept zu beschaffen. Das Motto des neuen Konzepts lautet: „Mehr Leistung für weniger Geld“. In dem dürftigen Prospekt, der das Angebot der WaPaHG, „umreißt“ erfährt der Anleger nur belangloses Zeug. Wahl hält das für „ein gutes Geschäft“, wir halten das für die Fortsetzung der „wahl´schen Märchenstunde“ und raten deswegen zur Vorsicht!  

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Marcel Seifert und Rechtsanwalt Florian Hitzler


wahl + partner

Brüllmann Rechtsanwälte erreichen die vollständige Rückzahlung für Anleger im Wege einer „Sammelklage“!

Stuttgart 24.09.2008

Die auf das Anlegerrecht spezialisierte Stuttgarter Anwaltskanzlei Brüllmann Rechtsanwälte erreicht für mehrere wahl + partner Anleger vor dem Landgericht Stuttgart die vollständige Rückzahlung der angelegten Gelder (noch nicht rechtskräftig).  

Die Anleger wurden, bevor sie anwaltlichen Beistand bei der auf das Anlegerrecht spezialisierten Anwaltskanzlei Brüllmann Rechtsanwälte suchten, vom Geschäftsführer der wahl + partner GmbH, Herrn Hartmut Wahl, immer wieder vertröstet. Vergeblich warteten Sie bis zum versprochenen „Zahltag“ auf die Zinsen und die Rückzahlung der fälligen Darlehen (Mezzanine Beteiligungen).

Daraufhin haben sich mehrere Anleger zu einer so genannten Streitgenossenschaft, die auch oft als Sammelklage bezeichnet wird, zusammengeschlossen. Rechtsanwalt Marcel Seifert von Brüllmann Rechtsanwälte:

„Das Beispiel zeigt einmal mehr, dass es häufig nicht ohne Anwalt geht, denn kurz nach Einreichung der „Sammelklage“ hatten die Anleger ihr Geld auf dem Konto.“ Da die wahl + partner GmbH nicht rechtzeitig ihre Verteidigung anzeigte, erließ das Gericht ein Versäumnisurteil zu Gunsten der Kläger.    

Anleger, die ebenfalls vergeblich auf längst fällige Zinsen oder die Zurückzahlung von angelegtem Geld warten, sollten sich von einem auf diesem Gebiet erfahrenen Anwalt beraten lassen; leider beginnt in solchen Fällen sehr oft ein „Windhunderennen“ ums Geld, nach dem Motto „wer zuerst kommt, malt zuerst“, ergänzt Rechtsanwalt Hansjörg Looser von der Anlegerschutzkanzlei Brüllmann Rechtsanwälte.  

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Marcel Seifert und Rechtsanwalt Hansjörg Looser


wahl + partner GmbH aus Waiblingen

Stuttgart 01.02.2008

Die wahl + partner GmbH aus Waiblingen bietet für Anleger so genannte Mezzanine Beteiligungen an. Der jeweilige Anleger gewährt der wahl + partner GmbH ein so genanntes partiarisches Darlehen, das als Eigenkapitalersatz dient.

Im Insolvenzfall hat der Anleger lediglich einen nachrangigen Anspruch auf Befriedigung, da er mit seiner Forderung hinter allen anderen Forderungen gegenüber der wahl + partner GmbH zurücktritt (Rangrücktritt). Die wahl + partner beschreibt auf ihrer Homepage ihre Tätigkeit wie folgt:

„In uns finden Sie einen Partner, der denkmalgeschützte Häuser mit Sorgfalt und Liebe zum Detail saniert.“ Mit dem Beteiligungskapital der Anleger soll – so die Aussagen in Prospekten der wahl + partner GmbH - eine Lücke zwischen dem Baubeginn und dem Eingag der Kaufpreise geschlossen werden. Weiter heißt es, dass sich der Anleger nur an der Zwischenfinanzierung, deren Ablösung durch den Kaufpreis erfolgt, beteiligt. Der „interessierte Kapitalanleger“ wird mit einem „erfahrenen Initiator“ zusammen gebracht.

Rechtsanwalt Marcel Seifert von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei Brüllmann Rechtsanwälte: „Bei der Formulierung ‚erfahrener Initiator’ mussten wir uns zunächst schon die Augen reiben. Der Initiator dieser Kapitalanlage, Herr Hartmut Wahl, hat nämlich zuvor mit einem ganz ähnlichen Konzept über die mittlerweile insolvente Phalanx AG Anlegergelder eingesammelt.

Erst Ende 2007 hat diese Gesellschaft jedoch Insolvenz anmelden müssen; derzeit ist offen ob und wenn ja, wie viel die Anleger von ihrem Geld zurück erhalten werden.“ Derzeit haben sich bereits mehrere Anleger der wahl + partner GmbH bei uns gemeldet; deren Beteiligungen liefen im März 2007 aus, sie haben jedoch bis heute nicht den vollen Betrag zurück erhalten.

Anleger, die auf Zinsen oder die Rückzahlung des investierten Kapitals warten, sollten – wie die Erfahrung gezeigt hat – nicht zu lange warten, ihre Forderungen nötigenfalls auch mit anwaltlicher Hilfe durch zu setzen.

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Marcel Seifert