DR. PETERS FLUGZEUGFONDS IV IM SINKFLUG? – SCHLECHTE NACHRICHTEN FÜR ANLEGER

16.09.2016

Setzt der Dr. Peters DS-Fonds Nr. 129 Flugzeugfonds IV zum Sinkflug an? „Angesichts der aktuellen Entwicklung ist das zu befürchten und träfe besonders die Anleger“, sagt Rechtsanwalt Hansjörg Looser, BRÜLLMANN Rechtsanwälte.

Das Dortmunder Emissionshaus Dr. Peters emittierte den DS-Fonds Nr. 129 im Jahr 2008. Die Fondsgesellschaft beteiligte sich an einem Airbus 380. Das gesamte Emissionsvolumen betrug mehr als 200 Millionen US-Dollar, wovon rund 94 Millionen US-Dollar von den Anlegern stammen, die mit einer Mindestbeteiligung von 20.000 US-Dollar einsteigen konnten. Doch auch über den Wolken können Renditeträume platzen. Denn die Singapore Airlines, die den A380 für zehn Jahre geleast hatte, wird den auslaufenden Leasingvertrag nicht verlängern, wie u.a. das Manager Magazin berichtet.

Das kann Folgen für den Dr. Peters Flugzeugfonds haben. Wird nicht in relativ kurzer Zeit ein Nachfolger für die asiatische Fluglinie oder ein Käufer für den A380 gefunden, könnte die Fondsgesellschaft in wirtschaftliche Schieflage geraten und Ausschüttungen ausbleiben. In diesem Zusammenhang kommt erschwerend hinzu, dass der A380 wohl mehr oder weniger ein Auslaufmodell ist. Bisher sind etwa 60 Prozent der Einlage an die Anleger zurückgeflossen. „Ändert sich die Situation nicht, kommt nicht mehr viel hinzu und die Beteiligung wird zum Verlustgeschäft“, so Rechtsanwalt Looser, der die Sorgen der Anleger von Flugzeugsfonds aus vielen Gesprächen kennt und ihre Interessen vertritt.

Die Schwierigkeiten beim DS-Fonds Nr. 129 sind möglicherweise nicht die letzten, die auf Dr. Peters Flugzeugfonds zukommen. Insgesamt legte das Emissionshaus neun Fonds mit dem A380 auf. Auch hier stehen die Leasingverträge demnächst zur Verlängerung an. Bei drei Fonds ist Singapore Airlines der Verhandlungspartner.

Auf Anleger von Flugzeugsfonds könnten demnach bittere Zeiten zukommen. Allerdings können sie auch ihre rechtlichen Möglichkeiten nutzen. Rechtsanwalt Looser: „Banken sind zu einer anleger- und objektgerechten Anlageberatung verpflichtet. Wurde diese Pflicht vernachlässigt, z.B., weil die Anleger nicht über die Risiken ihrer Beteiligung aufgeklärt wurden, können Schadensersatzansprüche entstanden sein.“

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Damjanovic
Tel:  0711 / 520 888 - 19
Fax: 0711 / 520 888 - 22
E-Mail: h.looser@bruellmann.de

Aktuelles
30.11.2021

Eine Anlegerin des Fonds Opalenburg Safeinvest 2 erhält Schadenersatz. Das hat das Landgericht Berlin mit Urteil vom 16. November 2021 entschieden (Az.: 11 O 96/21).
26.11.2021

Dass Gold eine sichere Geldanlage ist, hat sich für die Anleger der Bonus.Gold GmbH nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil: Sie müssen spätestens seit Herbst 2020 den Verlust ihres Geldes befürchten. Zunächst war die Firma nicht zu erreichen, dann verkauft und vor allem sind große Mengen des Goldes nicht auffindbar.
25.11.2021

Das OLG Stuttgart hat mit Urteil vom 2. November 2021 entschieden, dass der Widerruf eines Darlehens zur Autofinanzierung auch Jahre nach Vertragsschluss noch wirksam erfolgt ist (Az.: 6 U 32/19).
23.11.2021

P&R Container: Anleger können Schadenersatzansprüche noch bis Ende 2021 geltend machen. Danach droht die Verjährung ihrer Ansprüche.
18.11.2021

Geldanlagen erfüllen längst nicht immer, was sich der Anleger von der Investition versprochen hat. Verlorenes Geld muss jedoch nicht endgültig abgeschrieben werden. Häufig haben Anleger die Möglichkeit Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Dabei ist jedoch der 31. Dezember ein wichtiges Datum. Denn zum Jahresende droht regelmäßig die Verjährung von Schadenersatzansprüchen.
17.11.2021

Eine lukrative Möglichkeit aus der Lebensversicherung auszusteigen, ist der Widerruf bzw. der Widerspruch. Der Widerspruch ist auch dann noch möglich, wenn der Vertrag schon gekündigt wurde oder der Versicherer den Rückkaufswert schon ausgezahlt hat.