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EN STORAGE GMBH: GESCHÄDIGTE ANLEGER KÖNNEN KOSTENLOS INTERESSENGEMEINSCHAFT BEITRETEN

15.03.2017

Nach dem Absturz und dem Insolvenzantrag der EN Storage GmbH müssen die Anleger der Inhaber-Teilschuldverschreibungen im schlimmsten Fall den Totalverlust ihres investierten Geldes befürchten, wenn sie keine rechtlichen Schritte einleiten.
 

Aus einem vermeintlich zukunftsträchtigen Geschäft mit Datenspeichern ist eine Pleite geworden. Die EN Storage GmbH ist insolvent. Nicht nur die Insolvenz, sondern auch die weiteren Entwicklungen rund um das Unternehmen, wie z.B. die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, beunruhigen die Anleger. „Die Anleger sind verunsichert. Schon kurz nach dem Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe und der Insolvenz haben sich viele Anleger bei uns gemeldet, weil sie um ihr investiertes Geld fürchten. Zum Informationsaustausch und um die Anleger effektiv vertreten zu können, haben wir daher eine Interessengemeinschaft gegründet, der die geschädigten Anleger kostenlos beitreten können“, sagt Rechtsanwalt Hansjörg Looser von der Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte aus Stuttgart.
 

Festzustellen ist auch, dass bei einer ganzen Reihe von Anlegern unaufgefordert E-Mails eingehen. Hier wird Hilfe angeboten, um schnell und unkompliziert das investierte Geld zurückzubekommen. „Bei solchen Angeboten sollten die Anleger genau hinschauen und sich auch die Frage stellen, woher die Absender überhaupt die Mail-Adressen haben. Auch wird häufig davon abgeraten, gegen die Vermittler und Anlageberater auf Schadensersatz zu klagen. Dabei können diese sehr wohl Anspruchsgegner sein, wenn sie ihre Aufklärungspflichten verletzt haben. Vorsicht ist auch geboten, wenn ausgerechnet die Vermittler Rechtsrat leisten oder bestimmte Anwälte empfehlen. Dahinter können Absprachen stehen, dass eben die Vermittler und Berater nicht in Anspruch genommen werden. Den Schaden haben dann die Anleger“, erklärt Rechtsanwalt Looser.
 

Grundsätzlich bleibt zunächst festzuhalten, dass Anlageberater und Vermittler eine Aufklärungspflicht gegenüber den Anlegern haben. Sie müssen die Anleger z.B. über die bestehenden Risiken informieren oder dürfen eine Geldanlage nicht als „sicher“ empfehlen obwohl ein Totalverlust-Risiko besteht. Zudem müssen sie auch die wirtschaftliche Plausibilität oder Seriosität der Geldanlage prüfen. Haben sie gegen diese Pflichten verstoßen, können sie sich schadensersatzpflichtig gemacht haben. „Dann können auch Forderungen gegen sie geltend gemacht werden. Da die meisten Anlageberater oder Vermittler eine Vermögens-Haftpflichtversicherung haben, bestehen im Erfolgsfall auch gute Aussichten das Geld zurückzuerhalten“, so Rechtsanwalt Looser.
 

Natürlich kommen auch die Unternehmensverantwortlichen oder auch die Wirtschaftsprüfer für Schadensersatzforderungen in Betracht, wenn sie z.B. tatsächlich mit falschen Zahlen hantiert haben sollten, um u.a. die Anleger für das Anlagemodell zu begeistern.

 

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

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Aktuelles
06.02.2019

Ein Anlageberater und ein Wirtschaftsprüfer der insolventen EN Storage GmbH müssen einer Anlegerin Schadensersatz leisten. Das hat das Landgericht Stuttgart mit Urteil vom 30. Januar 2019 entschieden. „Das Gericht sah sowohl die fehlerhafte Anlageberatung als auch die Verletzung der Auskunftspflicht durch den Wirtschaftsprüfer letztlich als kausal für die Anlageentscheidung und den daraus resultierenden Schaden für unsere Mandantin an“, sagt Rechtsanwalt Hansjörg Looser von der Stuttgarter Kanzlei BRÜLLMANN Rechtsanwälte, die den Schadensersatzanspruch durchsetzte.
15.11.2018

Im Anlageskandal um die EN Storage GmbH rückt ein neuer Beschuldigter ins Rampenlicht – ein ehemaliger Wirtschaftsprüfer des Pleite-Unternehmens. Er soll der EN Storage GmbH glänzende Zahlen bescheinigt und dafür Geld angenommen haben. Das behauptet zumindest einer der Ex-Geschäftsführer von EN Storage, der bereits zu einer ca.
09.08.2018

Ein Kapitel im Anlageskandal rund um die insolvente EN Storage GmbH ist geschlossen: Das Landgericht Stuttgart verurteilte einen der beiden Geschäftsführer der Betrugsfirma zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und zehn Monaten.  
Aktuelles
14.01.2022

Nun ist auch die Deutsche Lichtmiete Finanzierungsgesellschaft mbH insolvent. Das Amtsgericht Oldenburg hat das vorläufige Insolvenzverfahren am 12. Januar 2022 eröffnet (Az.: 33 IN 1/22). Damit steht auch das Geld der Anleger der EnergieEffizienzAnleihe 2022 im Feuer.
11.01.2022

Die verbraucherfreundliche Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof zum Widerruf von Darlehen zeigt Wirkung. Das Landgericht Aachen entschied nun mit Urteil vom 23. Dezember 2021, dass der Widerruf eines Autokredits bei der Commerz Finanz GmbH (inzwischen BNP Paribas) wirksam erfolgt ist (Az.: 1 O 175/21).
10.01.2022

Deutsche Lichmiete: Weitere Gesellschaften sind insolvent. Das Amtsgericht Oldenburg eröffnet vorläufige Insolvenzverfahren.
06.01.2022

Die Leonidas Associates III GmbH & Co. KG ist insolvent. Das Amtsgericht Fürth hat das vorläufige Insolvenzverfahren über die Gesellschaft am 27. Dezember 2021 eröffnet (Az.: IN 654/21). Anleger müssen befürchten, dass die Rückzahlung ihrer Nachrangdarlehen nicht geleistet werden kann.
03.01.2022

Zum Jahresausklang gab es schlechte Nachrichten für die Anleger der Deutsche Lichtmiete. Das Unternehmen aus Oldenburg ist zahlungsunfähig und habe am 30. Dezember 2021 Insolvenzantrag gestellt, berichtet u.a. das Handelsblatt.
23.12.2021

Die BaFin hat der bc connect GmbH mit Bescheid vom 25. November 2021 die Einstellung und Abwicklung ihres unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts aufgegeben. Das hat die Finanzdienstleistungsaufsicht am 23.12.2021 mitgeteilt.