BaFin warnt: Verdacht der Marktmanipulation bei Aktien der Biovolt AG

30.10.2018

Die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin warnt aktuell vor Kaufempfehlungen für Aktien der Biovolt AG (ISIN: CH0328339665). Wie die BaFin am 23. Oktober 2018 mitteilte, werden die Aktien der Biovolt AG derzeit durch Börsenbriefe zum Kauf empfohlen.

 

Die Biovolt AG mit Sitz in der Schweiz beteiligt sich an in- und ausländischen Unternehmen, insbesondere aus der Energiebranche. Nach eigenen Angaben liegt der Schwerpunkt dabei auf dem Bereich der erneuerbaren Energien und hier wiederum auf der Stromgewinnung aus Biogas. Seit 2011 betreibt das Unternehmen zwei Biogasanlagen in Osteuropa und hält hier jeweils eine Beteiligung von 95 Prozent. Anleger können sich über Aktien an der Biovolt AG beteiligen.

 

Die BaFin befürchtet, dass die Aktien der Biovolt AG künstlich gepusht werden sollen. Die Behörde habe Anhaltspunkte dafür, dass in den Kaufempfehlungen unrichtige oder irreführende Angaben gemacht werden und / oder bestehende Interessenkonflikte bewusst verschwiegen werden. Sie hat daher eine Untersuchung wegen des Verdachts der Marktmanipulation eingeleitet. Anlegern empfiehlt sie, die Angaben in dem Börsenbrief genau zu prüfen und sich auch aus anderen Quellen zu informieren, bevor sie Aktien der Biovolt AG kaufen.

 

„Anleger sollten die Warnung sehr ernst nehmen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Aktienkurse gezielt nach oben getrieben werden und dann ebenso schnell wieder abstürzen. Den Verlust haben in der Regel die Anleger“, sagt Rechtsanwalt Marcel Seifert, BRÜLLMANN Rechtsanwälte, aus Stuttgart. Solche Mechanismen sind dem erfahrenen Rechtsanwalt aus anderen Fällen bekannt. Während Dritte im Hintergrund einen Großteil der Aktien halten, wird durch Kaufempfehlungen versucht, den Kurs der Wertpapiere in die Höhe zu treiben. Die Hintermänner nutzen dies dann, um ihre Aktien mit Gewinn zu verkaufen. Nach dem Verkauf bricht der Aktienkurs wieder ein, und für die Anleger bleiben Verluste.

 

„Aktienkurse dürfen nicht auf diese Weise manipuliert werden. Werden Anleger so  in sittenwidriger Weise geschädigt, können sie Schadensersatzansprüche geltend machen“, erklärt Rechtsanwalt Seifert.

 

Die Untersuchungen der BaFin werden zeigen, ob auch der Kurs der Biovolt-Aktie unzulässig manipuliert wurde. „Sollte dies der Fall sein und Anleger mit der Biovolt-Aktie Verluste einfahren, können sie ihre Ansprüche auf Schadensersatz prüfen lassen“, so Rechtsanwalt Seifert.

 

Die Kanzlei BRÜLLMANN bietet Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an.

Ansprechpartner

Sekretariat: Frau Polski
Tel: 0711 / 520 888 - 28
Fax: 0711 / 520 888 - 23
E-Mail: m.seifert@bruellmann.de

Kontaktieren Sie uns

Ich stimme zu, dass meine Angaben aus dem Kontaktformular zur Beantwortung meiner Anfrage erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@bruellmann.de widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. *
Aktuelles
26.11.2021

Dass Gold eine sichere Geldanlage ist, hat sich für die Anleger der Bonus.Gold GmbH nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil: Sie müssen spätestens seit Herbst 2020 den Verlust ihres Geldes befürchten. Zunächst war die Firma nicht zu erreichen, dann verkauft und vor allem sind große Mengen des Goldes nicht auffindbar.
25.11.2021

Das OLG Stuttgart hat mit Urteil vom 2. November 2021 entschieden, dass der Widerruf eines Darlehens zur Autofinanzierung auch Jahre nach Vertragsschluss noch wirksam erfolgt ist (Az.: 6 U 32/19).
23.11.2021

P&R Container: Anleger können Schadenersatzansprüche noch bis Ende 2021 geltend machen. Danach droht die Verjährung ihrer Ansprüche.
18.11.2021

Geldanlagen erfüllen längst nicht immer, was sich der Anleger von der Investition versprochen hat. Verlorenes Geld muss jedoch nicht endgültig abgeschrieben werden. Häufig haben Anleger die Möglichkeit Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Dabei ist jedoch der 31. Dezember ein wichtiges Datum. Denn zum Jahresende droht regelmäßig die Verjährung von Schadenersatzansprüchen.
17.11.2021

Eine lukrative Möglichkeit aus der Lebensversicherung auszusteigen, ist der Widerruf bzw. der Widerspruch. Der Widerspruch ist auch dann noch möglich, wenn der Vertrag schon gekündigt wurde oder der Versicherer den Rückkaufswert schon ausgezahlt hat.
11.11.2021

Ein Verbraucher hat seinen Autokredit erfolgreich widerrufen. Das OLG Frankfurt hat mit Urteil vom 21. September 2021 entschieden, dass der Widerruf noch Jahre nach Abschluss des Kreditvertrags zulässig war, weil die Bank eine fehlerhafte Widerrufbelehrung verwendet hat (Az.: 23 U 44/19).